Politiker warnen vor Handy-Gefahren 

Gesundheitspolitiker von SPD und FDP haben mit großer Besorgnis auf eine Studie des briti-schen Gesundheitsministeriums über die Gefahren von Mobiltelefonen reagiert.

„Wir müssen das aufgreifen“, forderte der FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss, Detlef Parr gegenüber WELT am Sonntag. Das britische Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die von Handys ausgesandten Strahlen zu einer Erwärmung des Gehirns führen können. Handys müssten deshalb ähnlich wie Zigaretten mit Gesundheitswarnungen verwehen werden.

Die FDP werde die Sicherheit von Mobiltelefonen im Gesundheitsausschuss zur Sprache bringen und auf eine Expertise des Büros für Technikfolgeschätzung dringen, kündigte Parr an. Sollten sich die britischen Ergebnisse dabei bestätigen, müssten die Handy-Hersteller verpflichtet werden, die Verbraucher „besser über die Gefahren zu informieren“. Dies könne auch in Form von Warnhinweisen auf den Geräten erfolgen. Derzeit benutzen in Deutschland bereits 23,3 Millionen Menschen Mobiltelefone.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gudrun Schaich-Walch, kündigte an, sie werde sich dafür einsetzen, dass der Bericht der britischen Kommission im Gesundheits-ausschuss vorgetragen werden. „Warnhinweise dienen aber eher der Beruhigung des Gewissens“, sagte Schaich-Walch. Gegebenenfalls müssten Forschungsmittel eingesetzt werden, um andere Lösungen zu erarbeiten.